"Was Daniel Gloger und Urs Liska vorführen, ist mittelalterliche Musik in bewusst gesetzten Anführungszeichen - und damit vielleicht ehrlicher als so manche Interpretation Alter Musik, die sich mit dem Etikett des so genannten 'Authentischen' ziert. Dass der Abend zudem nicht nur stilistisch, sondern auch mit seinem Programm ein Hin und Her zwischen den Zeiten wagt, verleiht ihm zusätzlichen Reiz."

Konzert mit Daniel Gloger (Countertenor) und Elektronik (Stuttgarter Nachrichten)

 

"Ihre Scheu vor der Besetzung Violine/Klavier überwindet sie durch die Hinzunahme eines vermittelnden Synthesizers und kommt zu verblüffenden, die souveränen Interpreten aber auch gnadenlos fordernden Lösungen."

Adriana Hölszky: "spin 2" (Uraufführung mit Jens Lohmann, Violine) (Schwäbische Zeitung Weingarten)

 

"Jazz der Spitzenklasse"

Emerson, Lake & Palmer: "Trilogy", Konzert mit Hanna Aurbacher, Florian und Wolfgang Dauner (Stuttgarter Nachrichten)

Solo

 

„Was bei seinem Spiel auffiel, war die geistige Durchdringung der musikalischen Struktur, der Sinn für spannungsgeladene Steigerungen sowie eine ungewöhnliche breite Palette an Klangfarben. Dem langsamen Satz gewann Liska eine zauberhafte Poesie ab.“

Frédéric Chopin: Klavierkonzert f-Moll op. 21 (Stuttgarter Nachrichten)

 

„Bei aller leidenschaftlichen Intensität, mit der er den fiebrigen Aufgeregtheiten der Scriabin-Sonate [Fis-Dur op. 30] gerecht wurde, verlor er doch nie die vielfältigen Fäden des motivisch dicht vernetzten Satezs aus den Augen.“

(Stuttgarter Zeitung)

 

„Mit einer Sicherheit und Lockerheit, mit der gewöhnliche Menschen nicht einmal einen Klingelknopf drücken können, schmeißt er Läufe, Rhythmen und Motive quirlig von sich, nimmt sich dabei genug Zeit, alles sorgfältig und feinsinnig auszumodellieren.“

George Gershwin: Concerto in f (Schwäbisches Tagblatt)

 

„... da hatte Haydns Klavierkonzert G-Dur die Zuhörer in klasische Gefilde zurückgeführt – nicht überall nach strengsten Regeln; denn der Solist versah die höfische Unterhaltungsmusik in den Kadenzen mit einer ganz eigenen Handschrift. In den Ecksätzen sprudelten brillante Klavierläufe und sauber Streicherpartien federnd-leicht und schlang dahin, beschauliche Ruhe atmete das Adagio.“

(Rheinische Post)

Liedgestaltung

"Das nur rund 88 Takte lange Fragment lässt schon erahnen, was Schönberg vorgeschwebt haben mag. Besonders wenn es, wie in diesem Fall, dem vollständigen Gedicht Richard Dehmels gegenübergestellt wird. Das bildreiche, dynamisch wunderbar ausdifferenzierte Spiel Liskas in Verbindung mit dem gleichsam darüber schwebenden Gesang von Konrad Jarnot lässt die Aufführung dieses Fragmentes trotz der Kürze durchaus sinnvoll erscheinen. [Arnold Schönberg: "Gethsemane". Uraufführung]
Warum Konrad Jarnot zu den wichtigsten Liedsängern der jüngeren Generation gerechnet wird, zeigten die "Nachthymne" von Franz Schubert und die Petrarca-Sonette von Franz Liszt, in denen der Bariton mit einer im Piano wunderbar weichen, im Forte nie forcierten und auch in der Höhe immer sicher kontrollierten Stimme und ausdrucksstarker Interpretation überzeugte. Urs Liska war ein kongenialer Begleiter, der besonders die fast orchestrale Farbigkeit und die tremolierenden Klangbänder des schubertschen Liedes hervorragend meisterte."

Konzert mit Konrad Jarnot und Julia Stemberger (Gmünder Tagespost)

 

„Aufs Höchste gefordert war hier der Pianist Urs Liska, denn er hatte einen Klangteppich auszubreiten, wie man ihn im Grunde mit einem Orchester von Wagnerschen Dimensionen verbindet. Dass man keinen Augenblick der Schwierigkeiten gewahr wurde, dass der pianistische Part nie als klobiger Koloss, sondern nur als Fülle der Farben erschien, das spricht für sich.“

Arnold Schönberg: Zwei Gesänge op. 1 (mit Michael Volle, Neue Zürcher Zeitung)

 

"Der sensible Pianist scheute sich nicht, zuweilen kräftig zuzulangen. Angesichts der Strahlkraft und des ungebremsten Durchhaltevermögens der Sängerin erbrachte dies gewaltige Steigerungen ins Hochdramatische, geradezu elektrisierend ... Stilistisch wie vom Gemüt wurde man einfach in den Bann der Liedkunst gezogen, alles von der Güte eines Kleinods ... Ein bezauberndes Konzert der Superlative: Das inflationäre Wort vom 'Highlight' traf diesmal exakt."

Liederabend mit Maria Bengtsson (Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd) (Gmünder Tagespost)

 

Unheimliche Klangkaskaden der tosenden Wellen, deklamatorische Glanzleistungen zogen die Hörer in ihren Bann. Von den Interpreten als "Minioper" angekündigt war "Der Taucher" von Friedrich Schiller in der Vertonung von Franz Schubert. Wahrlich, es hätte kaum spannender gestaltet werden können, was da klangmalerisch als rasende Phantasterei aus tiefsten und schauerlichsten Meeresgründen emporstieg.

Liederabend mit Martin Krämer (Badische Zeitung)

 

„... Hier faszinierte gleich zu Beginn Urs Liska mit einer Begleitung, die sich einem feinen Gespür für die sublime Lyrik, die dramatischen Entwicklungen und für das Selbstbewusstsein des Klavierparts verdankt. Die Ebenbürtigkeit hatte nie den Hauch einer Schwäche. schon dadurch blühte Schuberts Meisterwerk in so kaum gehörter Weise auf.“

Franz Schubert: "Winterreise" mit Michael Volle ("Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd", Rems-Zeitung)

 

" Man vernahm Details des Instrumentalparts, etwa die gefrorenen Tropfen oder auch eine Terzenkette, die man in der "Winterreise" bewusst so noch nie wahrgenommen hatte ... Keine Frage, diese "Winterreise" berührte nachdrücklich."

Franz Schubert: "Winterreise" mit Michael Volle (Badische Zeitung)

 

"... ist er auf penible Beachtung der originalen Dynamik bedacht, was auch für den geschmeidigen Begleiter Urs Liska gilt ... das spieldosenartige Non-Legato des Klaviers des Klaviers in den Dur-Teilen von "Frühlingstraum" unterstreicht dessen Irrealität. Die seltenen Ausbrüche wie "Sind wir selber Götter" in dem Lied "Mut" haben den richtigen Strahl, der Verzicht auf Larmoyanz im "Leiermann" beeindruckt ebenso."

Franz Schubert: "Winterreise", CD-Einspielung mit Michael Volle (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

"Liska, der übrigens auch den hervorragenden Einführungstext verfasst hat, gestaltet mit einer unterkühlten Eleganz, die schaudern lässt ... ihm gelingt somit die paradox anmutende Kombination aus einem harten und zugleich flüssigen Spiel, das wunderbar auf die Gesangsstimme abgestimmt ist ... eine Bereicherung des Repertoires."

Franz Schubert: "Winterreise", CD-Einspielung mit Michael Volle (www.klassik.com, Opens external link in new windowganze Rezension)